Sir William Lawrence Bragg

Bragg, Sir William Lawrence (1890-1971), britischer Physiker.

Der Sohn des bekannten Physikers Sir William Henry Bragg wurde in Adelaide geboren. Ab 1919 lehrte er als Professor in Manchester, bevor er 1937 Direktor der National Physical Laboratories wurde. 1938 übernahm er eine Professur in Cambridge und lehrte ab 1953 an der Royal Institution in London.

Einen Namen machte sich Bragg, als er mit kaum 25 Jahren gemeinsam mit seinem Vater ein vereinfachtes Verfahren zur Bestimmung der Wellenlänge von Röntgenstrahlen auf kristallographischer Grundlage (Drehkristallmethode) entwickelte. Damit wurde es zugleich möglich, die bis dahin unbekannte Kristallstruktur von Mineralen, wie beispielsweise Steinsalz oder Diamant, darzustellen.

Für die bahnbrechenden Arbeiten in der Röntgenstrukturanalyse und der Röntgenspektroskopie erhielt Bragg zusammen mit seinem Vater 1915 den Nobelpreis für Physik. Mit Hilfe der Braggschen Gleichung wurde es möglich, die monochromatischen Röntgenstrahlen an Kristallen zu beugen.

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