Michael Faraday

[photo] Faraday, Michael (1791-1867), britischer Physiker und Chemiker, ist vor allem wegen seiner Entdeckungen auf dem Gebiet der elektromagnetischen Induktion und der Gesetze der Elektrolyse berühmt geworden.

Faraday wurde am 22. September 1791 in Newington (Surrey) geboren. Er war der Sohn eines Hufschmiedes. Während er bei einem Buchbinder in London in die Lehre ging, las er wissenschaftliche Bücher und experimentierte mit Elektrizität. Im Jahr 1812 besuchte er Vorlesungen des Chemikers Sir Humphry Davy. Davy stellte Faraday als Assistent in seinem chemischen Labor an der Royal Institution ein und nahm Faraday 1813 auf eine ausgedehnte Reise durch Europa mit. Faraday wurde 1824 in die Royal Society gewählt und im darauffolgenden Jahr zum Direktor des dortigen Laboratoriums ernannt. 1833 folgte er Davy als Professor für Chemie nach. Zwei Jahre später erhielt er eine Pension von 300 Pfund Sterling pro Jahr auf Lebenszeit. Faraday erhielt viele wissenschaftliche Auszeichnungen, darunter die Royal und Rumford Medaillen der Royal Society; ihm wurde auch die Präsidentschaft der Royal Society angeboten, dies lehnte er jedoch ab. Er starb am 25. August 1867 in der Nähe von Hampton Court (Surrey).

Faradays erste Forschungen lagen im Bereich der Chemie. Er arbeitete u. a. an der Druckverflüssigung von Chlor, der Herstellung von Hexachlorethan und entdeckte 1824 das Benzol.

Jene Forschungen, mit denen Faraday zum bekanntesten experimentellen Forscher seiner Tage wurde, lagen jedoch auf dem Gebiet der Elektrizität und des Magnetismus. Im Jahr 1821 stellte er fest, dass ein Blitzableiter unter elektrischem Strom ein magnetisches Feld aufbaut. Die Existenz von magnetischen Feldern war erstmals vom dänischen Physiker Hans Christian Ørsted im Jahr 1819 entdeckt worden. 1831 entdeckte Faraday die elektromagnetische Induktion. Im selben Jahr demonstrierte er die Induktion eines elektrischen Stromes durch einen anderen. Während dieser Forschungsperiode untersuchte er das Phänomen der Elektrolyse und entdeckte zwei grundlegende elektrochemische Gesetze: Die Stoffmenge, die bei der Elektrolyse an den Elektroden abgeschieden wird, ist proportional zur Stromstärke und zu ihrem Äquivalentgewicht. Faraday entdeckte auch das Prinzip, dass dielektrische Stoffe hohe spezifische Widerstände aufweisen. Bei seinen Experimenten mit dem Magnetismus machte Faraday zwei Beobachtungen. Zum einen wies er die Existenz des Diamagnetismus nach, zum anderen stellte er fest, dass ein starkes magnetisches Feld die Kraft besitzt, die Polarisationsebene des Lichtes in Glas zu drehen.

Neben verschiedenen Artikeln in Fachjournalen schrieb Faraday die Bücher Chemical Manipulation (1827), Experimental Researches in Electricity (1844-1855) und Experimental Researches in Chemistry and Physics (1859).

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