Feynman, Richard Phillips (1918-1988), amerikanischer Physiker.
Er wurde in New York geboren und studierte am Massachusetts Institute of Technology sowie an der Princeton University. Feynman arbeitete 1942 in Princeton in den Frühphasen des Manhattan Project, des amerikanischen Atombomben-Entwicklungsprogrammes, mit. Während des 2. Weltkrieges führte er diese Arbeit am Los Alamos Scientific Laboratory in New Mexico weiter. Von 1945 bis 1950 lehrte er Physik an der Cornell University und wurde 1950 Professor am California Institute of Technology.
Feynman teilte sich 1965 den Nobelpreis für Physik mit zwei anderen Physikern: dem Amerikaner Julian S. Schwinger und dem Japaner Shin'ichiro Tomonga. Feynman wurde insbesondere aufgrund seiner Forschung zur Umwandlung eines Photons in ein Elektron und ein Positron bekannt und durch die Entdeckung einer Methode, um Veränderungen in Ladung und Masse erfassen zu können.
Er spielte auch eine führende Rolle bei der vom Präsidenten eingesetzten Kommission, welche die Explosion der Raumfähre Challenger im Jahr 1986 untersuchte. Zu seinen Schriften, die von einer breiten Öffentlichkeit gelesen wurden, gehören Surely You're Joking, Mr. Feynman! Adventures of a Curious Character (1985, Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman) und QED: The Strange Theory of Light and Matter (1985).