Gell-Mann, Murray (1929- ), amerikanischer Physiker, bekannt für seine Klassifizierungen von subatomaren Partikeln und sein Postulat der Existenz von Quarks.
Gell-Mann wurde in New York geboren und besuchte die Universität Yale. Von 1952 bis 1955 lehrte er an der Universität Chicago, dann wechselte er zum Institut für Technologie in Kalifornien. Gell-Mann erhielt im Jahr 1969 den Nobelpreis für Physik.
Seine Forschungen widmeten sich der Interaktion zwischen Protonen und Neutronen. Auf der Basis einer vermuteten Eigenschaft namens "Fremdheit" oder "Seltsamkeit", die sich durch Teilchen mit starker elektromagnetischer Wechselwirkung erhalten läßt, faßte Gell-Mann ähnliche Teilchen in Gruppen oder Familien zusammen. 1963 näherten sich er und - unabhängig von ihm - sein Kollege Georg Zweig der Quark-Theorie. Sie stellten die Hypothese auf, daß Quarks die kleinsten Teilchen der Materie sind.