James Clerk Maxwell

Maxwell, James Clerk (1831-1879), britischer Physiker. Er wurde in Edinburgh geboren und studierte an den Universitäten von Edinburgh und Cambridge. Von 1856 bis 1860 war er Professor für Physik an der Universität von Aberdeen, anschließend am King's College in London. 1871 wurde er der erste Professor für Experimentalphysik in Cambridge und Gründer des dortigen Cavendish Laboratory. Maxwells Forschungsarbeiten und Schriften auf dem Gebiet des Elektromagnetismus ließen ihn zu einem der bedeutendsten Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts werden. Weitere wichtige Beiträge leistete er mit der kinetischen Gastheorie, die die physikalischen Eigenschaften und das Wesen der Gase erklärte, und mit seinen Untersuchungen zur Farbwahrnehmung und den Prinzipien der Thermodynamik.

Maxwell erweiterte die Forschungsarbeiten Michael Faradays über elektromagnetische Felder und veranschaulichte die mathematische Beziehung zwischen elektrischen und magnetischen Feldern. Er zeigte auch, daß Licht aus elektromagnetischen Wellen besteht. Sein bedeutendstes Werk ist Treatise on Electricity and Magnetism (1873). In dieser Arbeit formulierte er die vier Grundgleichungen der Elektrodynamik, die das Wesen elektromagnetischer Felder in Raum und Zeit beschreiben (Maxwellsche Gleichungen).

Maxwells Werk ebnete den Weg für die Untersuchungen von Heinrich Rudolf Hertz, der Experimente zur Bestätigung von Maxwells Theorien durchführte. Darüber hinaus trugen seine Theorien wesentlich zur Bestimmung der numerischen Gleichförmigkeit der Lichtgeschwindigkeit im CGS-System und des Verhältnisses zwischen elektromagnetischen und elektrostatischen Einheiten bei. Die Einheit des magnetischen Flusses im CGS-System, das Maxwell, wurde nach ihm benannt. Weitere wichtige Werke Maxwells sind Theory of Heat (1877) und Matter and Motion (1876).

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