Schrödinger, Erwin (1887-1961), österreichischer Physiker und Nobelpreisträger, weltbekannt durch seine mathematischen Studien zur Wellenmechanik.
Schrödinger wurde in Wien geboren und studierte an der dortigen Universität. Er lehrte Physik an den Universitäten von Stuttgart, Breslau, Zürich, Berlin, Oxford und Graz. An der Schule für Theoretische Physik des Institute of Advanced Study in Dublin war er von 1940 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1955 Direktor.
Schrödingers bedeutendster Beitrag zur Physik lag in der Entwicklung der nach ihm benannten Gleichung. Es handelt sich dabei um eine nicht-relativistische Bewegungsgleichung für ein quantenmechanisches System. Schrödinger bewies die mathematische Äquivalenz zwischen seiner 1926 veröffentlichten Theorie und der Matrizenmechanik des deutschen Physikers Werner Heisenberg, die dieser im vorhergehenden Jahr entwickelt hatte. Die Theorien der beiden Wissenschaftler bildeten zusammen einen wesentlichen Teil der Grundlagen für die Quantenmechanik. Schrödinger teilte sich 1933 den Nobelpreis für Physik mit dem britischen Physiker Paul Adrien Maurice Dirac für seinen Beitrag zur Entwicklung der Quantenmechanik. Seine Forschungen bereicherten auch das Wissen über Atomspektren, statistische Thermodynamik und Wellenmechanik. Siehe Spektroskopie; Thermodynamik; Wellenbewegung.
Schrödinger veröffentlichte u. a. die Bücher Abhandlungen zur Wellenmechanik (1927), What is Life (1945) und Meine Weltansicht (1961).