Pawel Alexejewitsch Tscherenkow

Tscherenkow, Pawel Alexejewitsch (1904-1990), russischer Physiker und Nobelpreisträger.

Tscherenkow wurde am 28. Juli 1904 in Novaja Cigla (etwa 150 Kilometer östlich von Kursk, nahe der Stadt Woronesch) geboren. Er begann 1932, die Lumineszenzerscheinungen bei bestimmten Flüssigkeiten zu untersuchen, die nach einer Gammabestrahlung auftraten. Im Jahr 1934 entdeckte er ein Phänomen, das man heute unter dem Namen Tscherenkow-Effekt oder Tscherenkow-Strahlung kennt. Es besteht darin, dass eine Flüssigkeit ein bläuliches Licht ausstrahlt, wenn sie Elektronen oder andere geladene atomare Teilchen mit einer Geschwindigkeit durchdringen, die größer als die Lichtgeschwindigkeit in diesem Medium ist. Mit Strahlungsdetektoren (den so genannten Tscherenkow-Zählern) kann man diese Erscheinung nachweisen. 1958 erhielt Tscherenkow gemeinsam mit Ilja M. Frank und Igor J. Tamm für die Entdeckung dieses Effekts den Nobelpreis für Physik. Tscherenkow starb am 6. Januar 1990.

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